Kritik Der neue Merker

Kritik Der Neue Merker 16.5.2017

Aus der Kritik vom 16.5.2017 - STEFAN PIEPER, Der Neue Merker


DAS ETWAS ANDERE KONZERT ZUM MUTTERTAG

Starke Frauen, und das Wahre, Schöne, Gute


 

"Der junge Grazer Dirigent Erich Polz, [...] ist mit seinem jungen Orchester Modus 21 auf gutem Erfolgskurs."

"Das Potenzial der Cellistin Nadège Rochat liegt in ihrer tiefempfundenen Authentizität, mit der die Schweizerin Edward Elgars e-Moll Cellokonzert musiziert. Wenn sie und das Orchester zu einer Einheit verwachsen, dann brausen keine plakativen Themen auf und werden keine virtuosen Feuerwerke abgebrannt. Stattdessen lagen hier feinsinnig-tiefgründige Melodien entwaffnend offen, entblößten sich regelrecht. Was für einen seidig schillernden, sphärischen, aber nie blendenden Ton realisiert diese 1991 geborene Interpretin auf ihrem Stradivari-Instrument!"

"So soll es auch zugehen, wenn Erich Polz Beethovens Sinfonik interpretiert. Es geht darum, dass alles „von Herzen kommt und wieder zu Herzen geht“, wie Beethoven das formulierte"

"Polz, ein leidenschaftlicher Bergsteiger, erklimmt mit Beethovens Dritter Sinfonie, der Eroica, einen Giganten. Aber eben nicht im Alleingang! Dafür war ein Wachsen-Lassen aller menschlichen Kräfte in seinem hochmotivierten Orchester spürbar. Es geht um Präzision – klar – aber noch viel mehr um das spontane Aufgreifen von Entwicklungen aus dem Moment heraus. Was aber zu einer extrem genauen Lesart der Partitur keineswegs im Widerspruch stand. Emotionen und Geist werden hellwach, wenn die Tempi nach vorne drängen, Szforzati explodieren und ein atmender Austausch zwischen heroisch auftrumpfender Geste und lyrisch warmer Kantabilität entsteht. "

 


Die ganze Kritik können Sie nachlesen auf http://der-neue-merker.eu/graz-stefaniensaal-das-etwas-andere-konzert-zum-muttertag- starke-frauen-und-das-wahre-schoene-gute